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Freitag, 25.09.2020

Freitag, 25.09.2020

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Die Funktionsräume

Neben unseren klassischen Kindergartengruppen befinden sich in unserem Haus Funktionsräume, die den ganzen Tag von den Kindern genutzt werden können.

In diesen haben die Kinder die Möglichkeit, in verschiedenen Spielbereichen frei zu spielen und ihre Fähigkeiten auszutesten und auszubauen. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Kinder in ihrem freigewählten Spiel und bieten ihnen verschiedene Möglichkeiten an, um ihr Können weiter auszubauen.

Die Spielbereiche in den Gruppenräumen

  • Der Bauteppich

    Auf dem Bauteppich haben die Kinder die Möglichkeit, ihre mathematischen Kompetenzen, mit wechselndem Konstruktionsmaterial, während des freien Spiels weiter auszubauen. Durch wiederholte Bauvorgänge gewinnt das Kind nicht nur Selbstvertrauen, sondern verknüpft unterschiedliche Arbeitsfolgen, erkennt Zusammenhänge, kombiniert logische Abfolgen, stellt Bezüge her und verschafft sich eine ÜbersichtGanz spielerisch wird so das logische Denken gefördert und Lösungsstrategien gebildet. Das Kind ordnet sein Handeln selbständig und verschafft sich so Strukturen.


  • Die Puppenwohnung

    In der Puppenwohnung stellen die Kinder verschiedene Lebensbereiche ihres Umfeldes nach.Dies ist besonders wichtig, um Erlebtes verarbeiten zu können.Die Kinder versetzen sich in einen anderen Menschen oder in Tiere. Hierbei spielt die Kommunikation eine große Rolle. Soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Empathie, Kompromissbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Kritikfähigkeit, Toleranz, Wertschätzung und Respekt anderen gegenüber werden spielerisch erlernt und ausgebaut.Das Kind bekommt Selbstvertrauen im Umgang mit Menschen und findet seine Rolle in einer Gruppe.


  • Der Maltisch

    Kinder, die den Gruppenraum noch nicht verlassen können/wollen, z.B. direkt nach der Eingewöhnung und/oder keinen Platz im Kreativraum „Regenbogenzimmer“ bekommen haben, können ihre Kreativität am Maltisch ausleben. Das Hantieren mit Schere, Kleber und verschiedenen Stiften fördert die Kinder nicht nur in der Ästhetik. Ein wichtiger Bereich ist das Stärken der Handmuskulatur, die Koordination zwischen Hand und Auge und die Fähigkeit Bilder in unserer Vorstellung zu Papier zu bringen. Zusätzlich hat das Malen und Basteln aus freier Intention eine meditative Wirkung auf die Kinder.


  • Die Leseecke

    Bücher in verschiedensten Formen werden in der Leseecke angeboten. Hier können sich die Kinder mit einer Fachkraft ein Buch erschließen, einer Geschichte lauschen, selbst ein Buch nacherzählen oder einfach mal zur Ruhe kommen. Das Vorlesen, sowie das Nacherzählen von Bilderbüchern und Geschichten ist für die Kommunikation, die sprachlichen Kompetenzen, das freie Sprechen und das spätere Lesen sehr wichtig. Ein regelmäßiger Umgang mit Bilderbüchern und Geschichten erhöht die Chance selbst ein begeisterter Leser zu werden. Das Lesen ist mit der wichtigste Teil für das gesamte schulische und berufliche Leben und hat somit bei uns einen festen Teil im Alltag.


  • Tischspiele und Puzzle

    In unseren Spielregalen können die Kinder immer wieder wechselnde Gesellschafts- und Einzelspiele finden. Hierbei lernen die Kinder mit viel Spaß feste Regeln kennen und prägen sich verschiedene Abläufe ein. Je nach ihrem Alter können sie ihre kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration, Koordination, mathematische Gegebenheiten, Vorstellungsvermögen und vieles mehr ausbauen. Die Kinder in unserer Einrichtung wählen ihre Spiele selbst und halten sich dabei nicht an die Altersempfehlungen

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Kreativraum "Regenbogenzimmer"

Nach dem gemeinsamen Frühstück um 10 Uhr haben vier Kinder aus jeder Gruppe die Möglichkeit in das „Regenbogenzimmer“ zu gehen. Hier können die Kinder auf verschiedenen Ebenen, d.h. kniend, stehend, sitzend oder liegend kreativ arbeiten. Mit verschiedenen Materialien können die Kinder alleine oder auch in einer Gruppe agieren. Die Fachkraft in diesem Raum wechselt zwischen vorbereitenden Angeboten und freier Kreativität. Wir möchten den Kindern einen Raum schaffen, sich individuell ausdrücken zu können und ihrer Fantasie Freiheit zu gewähren.

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Der Bewegungsraum

Jedes menschliche Verhalten umfasst motorische, emotionale und kognitive Aspekte. Daher ist für Kinder die Bewegung ein wichtiges Mittel, Informationen über ihre Umwelt, aber auch über sich selbst, ihren Körper, ihre Fähigkeiten zu erfahren und ihre Umwelt zu "begreifen". Die Bewegung ist für die Wahrnehmung, die kognitive und emotionale und nicht zuletzt für die soziale Entwicklung von entscheidender Bedeutung.
(Dr. Heinz Krombholz, Staatsinstitut für Frühpädagogik)

Die Kinder entscheiden sich schon am Morgen für ihren Funktionsraum. In der Turnhalle gibt es eine maximale Begrenzung von bis zu zwölf Kindern. Diese teilen sich von beiden Stammgruppen auf. Wie in den anderen Bereichen ist der Tagesablauf im Bewegungsraum gleich. Das bedeutet, die Kinder erleben auch hier den Morgenkreis und gehen anschließend zum gemeinsamen Frühstück in das Foyer.

Nach der Stärkung ziehen sich alle Kinder selbständig um. Dies ist für die jüngeren Kinder ein eigenes gezieltes Angebot. Die Erzieherin lässt den Kindern die nötige Zeit, um eigenständig ihre Kleidung auszuziehen, zusammen zu legen, ordentlich zu stapeln, ihre neue Kleidung zusammen zu suchen und anzuziehen. Dabei gibt sie immer wieder Anregungen und stärkt die Kinder in ihrem eigenen Handeln. Dieser Prozess kann je nach Alter und Selbständigkeit der Kinder ca. 10- 30 Minuten dauern. Bei einer altersgemischten Gruppe helfen die selbständigeren Kinder den Kindern, die Hilfe benötigen und möchten. Wenn alle Kinder umgezogen sind, kann der Spiel-/ Arbeitsteil beginnen.

Unsere Fachkräfte achten darauf, dass in der Turnhalle eine ausgewogene Balance stattfindet zwischen angeleitetem Angebot, d.h. einer vorbereitenden Turnstunde und dem freien Spiel.

Das angeleitete Angebot wird von der Fachkraft vorbereitet und ist einer Gruppe so angepasst, dass alle Kinder daran teilnehmen können. Im Mittelpunkt steht die Freude an der Bewegung und das Erlernen neuer Bewegungsmuster oder das Vertiefen bereits erlernter Bewegungsabfolgen. Wir möchten die Kinder dazu anregen neue, ihnen noch nicht bekannte Bewegungsmuster bei anderen Kindern zu beobachten, sie selbst auszuprobieren und sie zu vertiefen. Zudem lernen die Kinder die verschiedenen Turngeräte und deren Umgang kennen.

Ein weiterer Teil ist das Erlernen von einzelnen Strukturen, wie z.B. das in einer Reihe anstellen. Langsam und behutsam zeigen wir den Kindern den Sinn von einer Warteschlange auf und was es bedeutet nach einander an der Reihe zu sein.

Die Wahrnehmung des eigenen Körpers, das Spüren des Herzschlages, die Veränderung der Beweglichkeit durch Bewegung und die Wichtigkeit von Bewegung zur Gesunderhaltung unseres Körpers sind Bestandteile der Turnstunden. Es beginnt immer mit einem Aufwärmspiel und endet mit einer Entspannung oder einem Bilderbuch.

Während des freien Spiels haben die Kinder die Möglichkeit, sich eine Bewegungslandschaft zu wünschen in der sie Ihre Fähigkeiten frei austesten können. Ob klettern, rutschen, hangeln, springen, balancieren, rollen, krabbeln, robben, hüpfen oder rennen. Diese Zeit ist zum freien Erproben.

Neben der Bewegungslandschaft entstehen oft Rollenspiele in unserer Halle. Die Kinder fangen an gemeinsam ein Gebäude, wie z.B. eine Höhle zu errichten und Rollen wie „Mamahund“, „Papahund“ und „Räuber“ zu verteilen. Hier zeigen die Kinder ein hohes Maß an sozialen und kognitiven Kompetenzen. Sie müssen einen Plan im Kopf entwerfen wie sie das Gebäude gestalten wollen und mit den zur Verfügung stehenden Materialien bauen. Das verlangt den Kindern nicht nur Kreativität, sondern auch Vorstellungsvermögen ab. Die Kommunikation mit der Fachkraft und den Kindern stärkt das einzelne Kind in seinem Selbstkonzept und das gemeinsame Erreichen eines Ziels macht die Kinder stolz. Sie erfahren das Prinzip der Selbstwirksamkeit.


"Selbstwirksamkeit (self-efficacy) ist die Überzeugung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich ausführen bzw. in einer bestimmten Situation die angemessene Leistung erbringen zu können (im Sinne von Bewältigung oder Verhaltensänderung)."

(A. Bandura 1977)


Die Kinder schaffen ein Spiel oder werden vorsichtig durch Materialien aufgefordert. Die Fachkraft sitzt als Beobachterin dabei und gibt Hilfestellungen, um das Spiel/ die Arbeit weiter auszubauen. Sie unterstützt die Kinder in den Problemlösungsprozessen, ohne den Prozess selbst zu beeinflussen. Sie ist Moderatorin des Prozesses, die Lösung kommt von den Kindern selbst. Dabei lässt sie bewusst Lösungen zu, von denen sie weiß, dass sie nicht funktionieren, um den Kindern die Chance zu lassen sich austesten zu können und ihre Erfahrungen selbst zu machen.

"Wesentlich ist, daß das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird."

(Emmi Pikler)


Spielerisch lernen die Kinder die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Gravitation, der Reibung, der Fliehkraft und des Gleichgewichts am eigenen Körper. Sie dürfen selbständig experimentieren und im gemeinsamen Gespräch Erklärungen finden. Auf Rutsche, Wippe und Karussell werden verschiedene Experimente durchgeführt.

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Die Lernwerkstatt

Lernwerkstätten sind gestaltete Räume, die mit ihrer inspirierenden Arbeitsumgebung den Lernenden vielfältige Gelegenheiten bieten, eigene Zugänge zu Lerngegenständen und Themen zu finden und im handelnden Umgang mit den Dingen Wissen und Sinn zu konstruieren. Sie sind Stätten des Fragens, des Untersuchens und des Entdeckens, Orte des Staunens und des (Er-) Findens (vgl. Hagstedt 1998). (Auszug aus dem Positionspapier, Verbund europäischer Lernwerkstätten e.V.)

Unsere Lernwerkstatt ist für alle Vorschulkinder, das bedeutet für die Kinder die ihr letztes Kindergartenjahr in unserer Einrichtung sind, bevor sie in die Schule gehen, an einem Tag in der Woche verpflichtend. An einem weiteren können sie die Lernwerkstatt als Spiel-/Arbeitsbereich frei wählen.

Die Tagesstruktur der Lernwerkstatt


Der Tagesablauf in der Lernwerkstatt unterscheidet sich nur geringfügig vom Tagesablauf in den anderen Funktionsbereichen. Die Kinder haben die Möglichkeit nach der Morgenrunde gemeinsam „Ecken“ zu öffnen, die den ganzen Tag geöffnet bleiben und in denen die Kinder frei und selbständig spielen/arbeiten dürfen.

  • Das Öffnen der Bereiche

    Zu Beginn des Jahres lernen die Kinder die jeweiligen Bereiche in dem Funktionsraum „Lernwerkstatt“ kennen, besprechen die Spiel-/Arbeitsmöglichkeiten, testen ihn aus und besprechen gemeinsam die Regeln. Somit kennen die Kinder jeden Arbeitsbereich und können einschätzen, an welchem sie tätig werden möchten. Der Tag wird wie in jedem anderem Raum auch mit der Morgenrunde eröffnet. Hierbei öffnen die Kinder ihre Arbeitsbereiche selbst: Es werden Fotos der jeweiligen Arbeitsbereiche in die Mitte gelegt und jedes Kind bekommt einen Stein. Dieser Stein symbolisiert die Stimme eines jeden Kindes. Diesen legt das Kind auf die jeweilige Karte, auf der ihr gewünschter Spielbereich abgebildet ist. Haben alle Kinder ihre Stimme vergeben, so werden die Bildkarten ohne einen Stein beiseitegelegt und die Kinder verbalisieren, welche Bereiche nun geöffnet sind. Um die geöffneten Bereiche zu kennzeichnen, hängen die Kinder die jeweiligen Karten an die Arbeitsbereiche. Nun starten die Kinder in ihrem gewählten Bereich mit ihrem Spiel. Haben sie ihre Arbeit dort fertiggestellt oder interessieren sich jetzt für einen anderen Bereich, so können sie innerhalb der geöffneten Bereiche wechseln.


  • Die Bewegungseinheit mit anschließender Ruhe

    Nach einer anstrengenden Spiel-/Arbeitsphase können die Kinder ihre Energien am besten in der Bewegung abbauen. Wenn dies bedingt durch schlechtes Wetter nicht im Garten möglich ist, so baut die Fachkraft in der Lernwerkstatt eine Bewegungseinheit ein. Hier können die Kinder schreien, toben, rennen, sich ausschütteln und vieles mehr. Um anschließend wieder zur Ruhe zu kommen, bieten wir den Kindern eine kurze Ruhephase an, indem sie ihre Augen schließen dürfen und auf ihren Atem hören. Gestärkt von der Pause gehen die Kinder in eine zweite Arbeits- und Spielphase.


  • Reflektionsrunde/ Abschlussrunde

    "Ich bin ich und du bist du. Wenn ich rede hörst du zu. Wenn du sprichst dann bin ich still. Weil ich dich verstehen will." Mit diesem Spruch leiten die Kinder zum Ende die Reflektionsrunde ein. Der Redestein symbolisiert wer reden darf. Das Kind, das den Stein hält, darf berichten, was es an diesem Tag gemacht hat und was ihm besonders gefallen hat. Alle Kinder dürfen von ihrem Tag berichten. Hat ein Kind Schwierigkeiten sich vor einer großen Gruppe zu äußern, so reflektiert die Fachkraft gemeinsam mit dem Kind oder übernimmt es.

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Die Bereiche

  • Forscherlabor

    Im Forscherlabor haben die Kinder die Möglichkeit zu experimentieren. Die Fachkraft bietet verschiedene Möglichkeiten an, mit denen die Kinder ihr Wissen im naturwissenschaftlichen Bereich vertiefen können. Der Elektrobaukasten z.B. kann von den Kindern nach Anleitung zusammengebaut werden. Hierbei lernen sie den Stromkreislauf kennen und arbeiten nach einem vorgefertigten Plan. Dies bedarf viel Konzentration und Zeit. Das Mikroskop ermöglicht den Kindern die Welt mit einem anderen Blickwinkel zu sehen und Stoffe sowie Gegenstände oder Tiere mehrfach zu vergrößern. Das Forscherlabor wechselt in seinem Angebot und wird von den Interessen der Kinder inspiriert.


  • Schulecke

    Die Schulecke bietet den Kindern Raum sich spielerisch mit dem Thema Schule auseinanderzusetzen. In Rollenspielen verarbeiten die Kinder Ängste, Befürchtungen, aber auch Vorfreude und Erwartungen. Dieser Spielbereich ist mit zwei Schulbänken mit jeweils zwei Stühlen, sowie Schultaschen, Mäppchen, Stiften, Schulbüchern, Tafelkreide und Schulheften ausgestattet. Die Kinder tauchen in einen Positionswechsel ein, indem sie die Rolle des Lehrers übernehmen. Hier ist alles erlaubt, was die Kinder zum Verarbeiten benötigen. "Strenge", schreiende, leise, nette, wütende, und verständnisvolle Lehrer sind hier genauso willkommen wie wilde, leise, laute, gehorsame, wütende und verständnisvolle Schüler.


  • Bibliothek

    In diesem Bereich können die Kinder verschiedene Bücher kennenlernen. Es gibt Lexika, Bilderbücher, Sachbücher und Themenbücher, die die Kinder zurzeit beschäftigen. Gemeinsam mit einer Fachkraft, in kleinen Gruppen oder alleine können sich die Kinder hier Wissen verschaffen über spezifische Themen wie: das Tierreich, die Feuerwehr, der Körper, u.v.m. Die Kinder lernen den Umgang mit Büchern und das Interesse am geschriebenen Wort. Sie lernen sich selbstständig Wissen anzueignen und tauschen sich untereinander aus.


  • Mathematik

    Station Laut des Bayrischen Erziehungs- und Bildungsplan ist ohne ein mathematisches Grundverständnis ein zurechtkommen im Alltag nicht mehr möglich. Deshalb bieten wir den Kindern in allen Bereichen den Umgang mit Mathematik Freispielbegleitend an. In der Lernwerkstatt vertieft sich dieses Wissen. Der Umgang mit geometrischen Formen, Zahlen, Mengen, Symbolen, Ordnungssystemen, Farben, Gewichten, Längen und dem Rechenschieber bis zur Zahl 100 steht in diesem Bereich im Mittelpunkt. Die Kinder können zu zweit oder alleine sich Lerninhalte der Mathematik erarbeiten und so ihr Wissen ausbauen und vertiefen.


  • Stempel-/ Buchstabenecke

    Das Interesse an Buchstaben wächst im Vorschulalter immer mehr. Die Kinder wollen oder können schon ihren Namen schreiben. Entdecken in ihrer Umwelt ähnliche Buchstaben und verstehen, dass ein Wort aus Buchstaben zusammengesetzt wird. In dieser Ecke können sie dieses Wissen anwenden und erste "Schreibversuche" austesten. Dabei wertet die zuständige Fachkraft das Wort nicht, sondern lässt auch abstrakte Worte zu. Fordert das Kind die Fachkraft auf ein Wort aufzuzeigen, so schreibt sie das Wort langsam und mit Lautierung, damit das Kind den Buchstaben, den sie schreibt gleichzeitig hört. Ein Kind lernt zuerst die Großbuchstaben, deshalb stehen den Kindern diese zur freien Verfügung. Sollte ein Kind sich für die Kleinbuchstaben interessieren, liegen diese im Regal zum Herausnehmen bereit.


  • Trauminsel

    Die Trauminsel ermöglicht es den Kindern ihre bildhaften Vorstellungen Ausdruck zu verleihen. In den Regalen um die Trauminsel herum finden die Kinder Materialien, mit denen sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Ob alleine oder gemeinsam, ob begrenzt auf einen kleinen Raum oder den kompletten Raum nutzend, der Vorstellungskraft sind fast keine Grenzen gesetzt. Die Kinder haben die Möglichkeit 3-dimensional zu bauen oder auch 2-dimensional zu legen, sowie auch beides zu verbinden. Es ist ihnen freigestellt, ob sie etwas naturgetreu nachgestalten oder frei gestalten. Sie müssen ihr Handeln nicht begründen und werden auch nicht bewertet.


  • Kinderbüro

    Die Auseinandersetzung mit alltäglichen Gegenständen, die zur Planung und Organisation notwendig sind, wie z.B. der Taschenrechner, der Duden, Kugelschreiber, Bleistifte, Marker, Locher, Ordner, Lineale, Computer, Stempel u.v.m. bietet das Kinderbüro. Hier können die Kinder auf spielerische Weise nicht nur ihren Alltag verarbeiten, sondern sich als Organisatoren beweisen. Sie lernen die Gegenstände und ihren Umgang damit kennen und verbinden Spaß mit der Organisation von Dingen.


  • Weltecke

    "Sind wir noch in Deutschland?" ist eine häufige Frage bei langen Fahrten in den Urlaub. Für Kinder ist es schwer einzuschätzen, wie groß und wie weit die Welt ist. "Warum ist es manchmal dunkel und manchmal hell?" All die Fragen zu unserer Welt und den Unterschieden zwischen den Ländern und Kulturen erfahren die Kinder in der Weltecke. Hier können sie Länder zuordnen, lernen die Kontinente kennen, sehen die Welt als eine Kugel, erfahren die Erde als einen Planeten in unserem Sonnensystem und und und. Aus einem Lexikon können sie Tiere heraussuchen und sie dann den verschiedenen Kontinenten zuordnen. Die Fachkraft begleitet die Kinder in ihren Fragen und zeigt ihnen, wie sie die Fragen selbst beantworten können, durch verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. Lexika, Internet oder Nachfragen bei Experten.


  • Holzwerkstatt

    Hier haben die Kinder die Möglichkeit ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im motorischen Bereich zu stärken. Zuerst testen die Kinder ihre Fähigkeiten aus ohne ein bestimmtes Endprodukt vor Augen zu haben, doch je mehr sie ihre Fähigkeiten ausgebaut haben, umso mehr planen sie. Um ein gezieltes Werkstück herstellen zu können, muss zuerst geplant werden, was hergestellt werden soll und welche Materialien dafür notwendig sind. Dazu haben sie verschiedene Materialien und Werkzeuge zur Verfügung, um ihre kreativen Pläne umzusetzen. Die Fachkraft ist Begleiterin und gibt den Plänen Struktur.


  • Spieleteppich

    Der Spieleteppich ist mit bekannten Spielen der Gruppe ausgestattet, um einen Bereich zu schaffen, der der Stammgruppe ähnelt. Hier können die Kinder mit Konstruktionsmaterial bauen, puzzeln oder Gesellschaftsspiele spielen. Das Spielmaterial ist dem Entwicklungsstand der Gruppe angepasst und fordert die Kinder immer wieder heraus.


  • Arbeitstisch

    Der Arbeitstisch ist, im Gegensatz zu den anderen Ecken, immer geöffnet. Hier gibt es die Möglichkeit, mit den Mäppchen der Kinder Bilder zu malen, Spiele zu spielen oder auch eine gemeinsame Arbeit zu verfolgen. Die Fachkräfte versuchen kurze Situationen, wie in der Schule nachzustellen, um die Kinder auf diese Situationen vorzubereiten. Dies bedeutet, es gibt kleine Arbeiten, die alle Kinder machen müssen. Zum Beispiel malen sich alle Kinder zu Beginn des Jahres selbst. Hierzu gehen alle Kinder mit ihrem Mäppchen an den Tisch und bekommen einen Arbeitsauftrag. Dabei lernen sie den richtigen Umgang mit Stiften, Schere, Kleber und üben ein an einem Platz Ordnung zu halten und zu arbeiten. Die Fachkraft bewertet dabei nicht das Endprodukt. Stellt sie fest, dass ein Kind Schwierigkeiten hat, arbeitet sie an einem anderen Tag bei Bedarf an diesem Thema weiter.


  • Sinnesstation oder auch "zu den flinken Händen"

    An der Sinnesstation verfeinern die Kinder ihre Feinmotorik und stärken ihre Konzentration. Durch verschiedene Materialien, wie z.B. kleine Perlen oder Erbsen, können die Kinder ihre Fingerfertigkeiten verbessern und so spielerisch ihre Handmuskulatur trainieren. Diese Fertigkeiten sind für die lockere Stifthaltung und das spätere Schreiben unabdingbar

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